Außer
der Klavierstimmung, die mit der Frequenz des Tons
zusammenhängt, gibt es (s.o.)
noch zwei andere Parameter, die in regelmäßigen Abständen überprüft
werden müssen: der Klang (mittels der Intonation), und das Spielgefühl
(mittels der Regulierung). Die Tasten des Klaviers und seine Mechanik wurden
entworfen, um regelmäßig reguliert zu werden, und
die mechanischen
Teile werden von der Abnutzung und der Feuchtigkeitsänderung beeinflusst
und weichen
somit von der idealen Einstellung ab. Die Regulierung eines Klaviers hängt
von der Häufigkeit der Benutzung ab. Das häufige Spielen senkt
die gleichmäßige Regulierung der Tasten, was die Reaktion der Klaviermechanik
verändert, und bewirkt
ein anderes Spielgefühl beim Pianisten. Eine schlechte Regulierung eines
Klaviers macht das Klavierspiel schwieriger und gleichzeitig wird auch sein
Klang beeinflusst.
Ziel
des Intonierens ist es, einen ausgeglichenen Klang zu erzielen, gleichgültig
ob er lebhaft, normal oder weich sein soll. Im Gegensatz zum Klavierstimmen, das
die Regulation der Saitenspannung betrifft, hängt das Intonieren von
Zustand und Funktionsweise der Klavierhämmer ab.
Das
Intonieren der Klavierhämmer ist einerseits
davon abhängig, wie gut das Klavier reguliert ist, und andererseits
davon, dass alle Hämmer die Saiten auf die gleiche Weise anschlagen. Die
Intonation verändert sich z.B.,
wenn der Filz der Klavierhämmer sich
durch das Spiel in
seiner Struktur verändert, so dass er ‘abgeflacht’
und ‘eingegraben’
wird,
oder,
wenn der Filz mit der Zeit seine Feuchtigkeit
verliert, aushärtet
und ‘zerbricht’.
Das
Regulieren und das Intonieren ist zusammen
mit dem Klavierstimmen Bestandteil
einer vollständigen Wartung
des Klaviers und sollten bei jedem Besuch des
Klaviertechnikers kontrolliert werden.
Damit
der Klang des Klaviers in perfektem Zustand erhalten bleibt,
sollten diese Punkte bei jedem Besuch des Klaviertechnikers zumindest überprüft
werden.